Sigmund Freud war der Ansicht, dass die Psychoanalyse eine naturwissenschaftliche Disziplin ist. Diese Ansicht hat er immer wieder deutlich zum Ausdruck gebracht und sie hat sein Lebenswerk entscheidend geprägt.

Die Scuola di Psicanalisi Freudiana hat versucht, die naturwissenschaftlichen und rationalen Grundsätze zu erkennen und zu definieren, die die unverzichtbaren Voraussetzungen der theoretischen und praktischen Psychoanalyse sind, und steht damit in bewusstem und deutlichem Gegensatz zu den Entwicklungen in der Zeit nach Freud.

Dieses Bestreben hat im Wesentlichen zwei Aspekte impliziert:

  • Ein methodologisches Vorgehen, bei dem versucht wurde, die präskriptiven Elemente der empirischen Dimension herauszuarbeiten, die der Psychoanalyse zu eigen ist, mit anderen Worten die logisch-experimentellen Protokolle, die der analytischen Praxis einen rationalen Charakter verleihen (Beurteilbarkeit und Verfälschbarkeit).
  • Ein gnoseologisches Vorgehen mit der Zielsetzung, die Objektivität der eigenen psychoanalytischen Theorie zu gewährleisten (Metapsychologie).

Es kann nur angesichts des wissenschaftlichen Status der Psychoanalyse von einer Ausbildung gesprochen werden, denn nur wenn davon ausgegangen wird, dass die Psychoanalyse eine Wissenschaft ist, macht sie Wissenschaftler erforderlich. Das ist die Ansicht, die den Ausgangspunkt unserer Betrachtungen über die Ausbildung des Psychoanalytikers gebildet hat: Er ist weder ein Schamane, noch ein geistiger Vater, sondern schlicht und einfach ein Wissenschaftler.

Der Psychoanalytiker

Das erste, was er benötigt, sind deshalb spezielle Kenntnisse in seinem Fachgebiet. Da es - zumindest in Italien - keinen Studiengang gibt, in dem alle Fächer gelehrt werden, die ein Psychoanalytiker braucht, um seiner Aufgabe gewachsen zu sein, liegt es an unserer Scuola, diese Lücke zu schließen. Ganz im Sinne der von Freud selbst eingeführten Tradition ist die Scuola offen für Studierende mit unterschiedlichster kultureller Herkunft und ergänzt deren Grundwissen im Laufe der Lehr- und Studienzyklen mit den fehlenden Elementen. Parallel dazu verlangt die Scuola - als Vorsichtsmaßnahme, die ihre umfassende Rechtfertigung in der Theorie der Psychoanalyse findet - dass sich die Studierenden einer persönlichen Analyse durch einen der Psychoanalytiker der Scuola nach ihrer Wahl unterziehen. Weiterhin verpflichtet die Scuola die Studierenden, die klinischen Fälle, für die sie in der Anfangsphase als praktizierende Psychoanalytiker verantwortlich sind, mit mindestens einem Psychoanalytiker mit langjähriger Erfahrung zu diskutieren.

Im Hinblick auf die Ausbildung ist und bleibt die Scuola di Psicanalisi Freudiana im internationalen Panorama der Psychoanalyse immer ein traditioneller Verein für Bildung und Forschung. In diesem Sinn handelt es sich bei der Scuola um einen Verein für Laienanalytiker, d.h. für Psychoanalytiker ohne medizinische oder psychologische Vorbildung, auch wenn der Verein sowohl Ärzte als auch Psychologen zu seinen Mitgliedern zählt und nicht zum Kreis der Verbände gehört und auch nie gehören wollte, die eine psychologische oder psychotherapeutische Ausbildung anbieten.

Die Scuola di Psicanalisi Freudiana ist ein gemeinnütziger Verein, der die Ausbildung von Laien-Psychoanalytikern in der von Freud begründeten Tradition zum Ziel hat.

Der Verein wurde 1983 in Piacenza auf Initiative einer Gruppe von Psychoanalytikern und Intellektuellen in dem gemeinsamen Interesse gegründet, der psychoanalytischen Erfahrung und Theorie die Strenge zurückzugeben, die das Werk Freuds geprägt hat. Der Verein hat seinen Sitz in Mailand, in der Via S. Calocero 9.

 

 

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Le immagini della copertina sono tratte dal volume "Sigmund Freud, Wien IX. Berggasse 19" Thelema Edizioni.

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